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nions ſtatt, weil ſie als Gattin des Präſidenten dazu verpflichtet iſt, gewiſſermaßen einen kleinen Hof zu
halten, zu repräſentiren! Und dann— welche Unter⸗
haltung für uns! Die jungen Leute ſind in den Kaſematten Petersburgs, in den Schanzen und Forts um Richmond— wir haben keine Tänzer! Und hier in den Salons kennt man nur ein Geſpräch— man debattirt über den Krieg, die Pläne der Nankees, über die Finanznoth und ſolche Dinge, die uns Mädchen doch nicht intereſſiren. Man hört von den Män⸗ nern kein vernünftiges Wort mehr, ſie politiſiren und ſprechen Abhandlungen über Strategie, ſie haben faſt verlernt, galant zu ſein. Dieſes Richmond iſt entſetzlich!“
„Aber man i*ſt hier wenigſtens ſicher, Jane!“ ent⸗ gegnete Georgina.„In Charleſton erging es uns ja nicht beſſer! Dort aber kam noch zu all dieſen Unbe⸗ quemlichkeiten und Entbehrungen die Furcht vor Sher⸗ man hinzu!“
„Er ſteht ja in Savannah!“
„Alle Welt iſt überzeugt, daß er nicht dort bleiben werde. Gib Acht, nächſtens wird er mit ſeinen Bar⸗ baren vor Charleſton rücken, und dann— wehe der armen Stadt! Die beſten Familien haben ſie bereits verlaſſen, und wahrlich, Vater und Bruder würden
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