Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

39

Oberſt haſtig.„Mir iſt die Schuld jener Schändlichen erwieſen! Reicht es nicht hin, wenn ich die moraliſche Ueberzeugung habe, daß es nur ſo ſein kann, wie Sie geſagt, Gaunt? Edmund Crapford ſollte warten, gleich einem armſeligen Hahnrei, an der Kammer ſeiner Gattin lauern? Ich duchſchaue Alles— ich erinnere mich an Blicke, hingeworfene Worte— und wäre nur erſt die Abſicht in ihnen aufgetaucht, meine Ehre anzutaſten, ſo verdienen ſie den Tod!“

Der Oberſt ſtürmte dem Ausgange des Pavillons zu. Seine Aufregung war ſo groß, daß er ſelbſt ſeines noch leidenden Fußes vergaß und kaum noch hinkte.

Der ſchwächliche Gaunt warf ſich dem leidenſchaft⸗ lich erregten Manne entgegen.

„Crawford“, flüſterte er dämoniſch,„Sie bleiben! Ich halte Sie nicht zurück, weil ich Zweifel in die Ge⸗ rechtigkeit Ihres Vorhabens ſetze—“

„Nun alſo, hindern Sie mich nicht, es auszuführen!“

„Bleiben Sie, denn ſind jene ſchuldig, dann iſt die Strafe zu gering, welche Sie ihnen zugedacht haben!“ 1

Der Oberſt ſtutzte und ſtarrte den Pflanzer an.

„Fehlte Ihre Frau“, fuhr Gaunt fort,„ſo ward ſie

3 ⅛¾ S

jedenfalls durch den yankeeiſch denkenden Doctor bethört,