Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Lucy erröthete tief, aber ihr Blick ſuchte nicht dem⸗ jenigen ihres Mannes auszuweichen.

Edmund, entgegnete ſie alsdann würdevoll,es kann nicht Dein Ernſt ſein, mich einer Unziemlichkeit zeihen zu wollen. Wenn ich die Pflichten der Gattin nicht verletze, bin ich für das, was ich denke und empfinde, was meine Wünſche und Sympathien aus⸗ macht, nur Gott und meinem Vaterlande verantwort⸗ lich. Du wirſt mich nicht als eine Sklavin anſehen wollen, die nach Euren Begriffen nichts Anderes denken ſollte, als was der Herr befiehlt, Du wirſt es nicht, Edmund, denn Dein Sinn iſt nicht niedrig und Du biſt nur ungerecht, wenn Du den böſen Einflüſterungen jener Gehör gibſt, welche Dir und mir nicht wohl wollen. Wer Andere beherrſchen will, muß zuvor ge⸗ lernt haben, nicht der Sklave derjenigen zu ſein, die ihn beeinfluſſen möchten!

Lucy blickte mit dem Ausdrucke grenzenloſer Ver⸗ achtung und unverhohlen auf Gaunt.

Dieſer ſtand regungslos da; er verzog keine Miene und hielt ſeine kleinen ſchwarzen, ſtechenden Augen feſt auf die Gattin Crawford's gerichtet.

Der Oberſt wollte auffahren, Lucy verhinderte ihn daran.

Ich ſchwöre Dir, daß ich Dich nicht kränken wollte,