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der inſoweit gebändigt war, daß er den Ausdruck einer liebenswürdigen Rittsrlichkeit nicht ausſchloß, ſie waren wohl noch ſd feſſelnd und blendend wie ſonſt, aber es fehlte ihnen jener Charakter jugendlicher Sorg⸗ loſigkeit, der ihnen früher einen ganz eigenthümlichen, unwiderſtehlichen Reiz verlieh.
Crawford ſah jetzt männlicher aus, geſetzter, aber auch verſchloſſener, eine harte Linie trat an ſeinen Mundwinkeln hervor und geſtaltete ſich bisweilen zu einem menſchenverachtenden Zuge, in dem Hohn und Grauſamkeit nur ſchwach verſteckt zu lauern ſchienen. Auch zog ſich zu Zeiten die anmuthig gewölbte Stirn in Falten zuſammen, als ſinne Crawford über unheim⸗ liche Dinge nach, und dann hatte ſein ehemals ſo frei⸗ müthig herausfordernder Blick etwas Unſtätes und Düſteres, zuckten ſeine Lippen kaum merklich, ſchien über ſein ganzes Weſen, über all ſein Thun eine inner⸗ liche, fieberhafte Haſt zu kommen, die er augenſcheinlich nur mühſam zurückdrängte.
Bisweilen auch war er in faſt unnatürlicher Weiſe luſtig, dann lachte und ſcherzte er mit beinahe krampf⸗ hafter Heftigkeit, aber ſeine Scherze hatten nur zu oft einen verletzenden Stachel, wenngleich die Ironie der⸗ ſelben ſich nicht direct gegen eine beſtimmte Perſon
ſeiner Umgebung kehrte. 1*


