Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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Mann, wenn er dieſes gethan und feig um ſeiner Liebe willen ſein Loos von dem ſeiner Brüder und Landsleute getrennt hätte? Was wir Frauen am Manne ſchätzen, was uns nöthigt, bewundernd zu ihm aufzu⸗ blicken, ſind weniger die zarten Regungen ſeines Ge⸗ müthes, als der Muth, die Kraft, die Mannheit, mit denen er kühn die Wirren des Lebens durchſchreitet und an dem feſthält, was er zur Aufgabe ſeines Daſeins gemacht hat. Handelt er nicht aus Ehrgeiz oder Egoismus, mit dem vollen Bewußtſein, einer ſchlechten Sache zu dienen, ſo iſt er nicht verächtlich, wenn auch das, was er energiſch vertritt, ein beklagenswerther, verderblicher Irrwahn ſein mag. Seine Ueberzeugung fällt zu ſeinen Gunſten in die Wagſchale, und er verdient die Bewunderung auch da, wo er fehlt, wo man ſein Thun verdammen muß. Ein ſolcher Nann iſt Edmund. In einem andern Lande wäre er ein Vorkämpfer alles Hohen und Edlen geworden, denn er iſt eine ſtolze, unbeugſame Natur; daß er hier geboren ward, wird ſein Untergang ſein und meiner, denn ich kann ihn nicht aufgeben, Albert, mag kommen, was da wolle! Sie ſehen, mir iſt nicht zu helfen! 3 Lucy lächelte wieder, aber in einer eigenthümlichen, faſt krampfhaften Weiſe.