tränk enthaltend, über ihrem Haupte hing, von der Decke des Pavillons herab, eine farbige Ampel, von Schlinggewächſen umſponnen, deren zartes, blühendes Gewinde faſt ihren Scheitel berührte.
Eine weißgekleidete Negerin ſtand abſeits, vor dem Eingange des Luſthauſes, die Winke ihrer Herrin erwartend.
Lucy unterbrach das Schweigen, das eine Weile angedauert hatte.
„Sie ſind verſtimmt, Albert“, ſagte ſie mit ſanfter Stimme, die wie ſilberheller Glockenton klang—„ich begreife Ihren Kummer! Sie leben hier in Unthätigkeit, während Ihr Herz ſich ſehnt, Ihrem zweiten Vater⸗ lande zu dienen, den Männern ſegensreiche Hülfe zu leiſten, welche auf dem Schlachtfelde für die Freiheit bluten.“
Lucy hatte die letzten Worte beinahe flüſternd ausgeſprochen. Albert blickte ſie bekümmert an, aber er ſchwieg.
Nun lächelte die Gattin Crawford's.
f„Und doch haben Sie auch hier“, fuhr ſie fort, „Ihrem edlen Berufe leben können. Mein Mann iſt faſt völlig wiederhergeſtellt, und ich muß der Vor⸗ ſehung danken, die uns einen ſo werthen Gefangenen zuführte, der Vorſehung und den einflußreichen Freunden


