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der Züge als durch einen eigenthümlichen Liebreiz feſſelndes Antlitz war eher ſchmal als voll, ihr Teint hatte eine faſt durchſichtige Weiße, über ihre Wangen war jenes ſchwache, kaum wahrnehmbare Roſa gehaucht, das hektiſchen oder nervöſen Perſonen eigen zu ſein pflegt, ihre dunklen großen Augen hatten einen wunder⸗ baren Glanz und einen durchgeiſtigten Ausdruck, das kaſtanienbraune Haar fiel in langen regelloſen Locken von den Schläfen herab und über die graziöſen Schultern, die weißen, ſchmalen Hände mit den roſigen Nägeln und die zierlichen Füßchen waren von jener bezaubernd tadelloſen Form, die man außer in Amerika nur noch in Frankreich antrifft. Die zarte, ebenmäßige Geſtalt hatte etwas feenhaft Aetheriſches, wozu die perlgraue, geſchmackvolle Seidenrobe nicht wenig beitrug, welche den Körper der jungen Dame leicht und luftig wie eine Nebelwolke umfloß.
Lucy Crawford ſaß in einem Schaukelſtuhle aus Rohrgeflecht, ſie hielt ein offenes Buch in der Hand, aber ſie las nicht darin.
Ihr glänzender Blick haftete beinahe ſchwermüthig an dem jungen Deutſchen, der nur wenige Schritte von ihr entfernt war.
Neben ihr ſtand ein zierliches Tiſchchen, auf dem Kryſtallflaſche und Gläſer blinkten, ein kühlendes Ge⸗


