Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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Danke, Doctor, danke! Man wird Sie jedenfalls nicht tödten, Ihren ärztlichen Stand reſpectiren, Sie

wohl auswechſeln. Kommen Sie einſt nach New⸗York,

bringen Sie meiner Frau und meinem Kinde meine letzten Grüße!

Sie werden nicht ſterben, Thornton!

Dummes Zeug, laſſen Sie das, Doctor, iſt gut für alte Weiber! Ich fühle den Tod an meinem Herzen! Wir ſind geſchlagen, aber es wird eine Zeit kommen, wo das Sternenbanner der Union wieder überall flat⸗ tern wird, oh, ich ſehe es ſehe! die Helden der vergan⸗ genen Zeit! Waſhington, Gott ſegne unſere Union!

Thornton lächelte leiſe. Sein Blick, der einen Mo⸗ ment begeiſterungsvoll geglüht hatte, ward ſtarr und gläſern.

Arnau aber fühlte ſich plötzlich von der Leiche des Braven weggeriſſen.

Noch unter dem Eindrucke des Schmerzes um den gefallenen Thornton blickte der junge Deutſche, faſt unempfindlich gegen die Gefahr, auf die Feinde, die ihn umringten und deren erhitzte Angeſichter und dro⸗ hende Geberden ihm Unheil verkündeten.

Die Führer der Conföderirten hatten ſich längſt während jener Kriegsperiode genöthigt geſehen, zur

Verſtärkung ihrer Streitkräfte das ärgſte Geſindel Adolf Schirmer, Die Spionin. I. 14