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machte ein unerhörter Frevel zur Gräfin, und er iſt ein entlaufener Sträfling!“
Schwarz ſtand völlig vernichtet da. Die Gräfin zuckte leicht zuſammen. Aber noch gab ſie nicht alles verloren.—
„Dieſer Menſch iſt ein Wahnſinniger!“ rief ſie.
„Das iſt er nicht!“ ertönte eine tiefe, heiſere Stimme.—
Durch die Umſtehenden brach ſich der lange Mar⸗ tin Bahn und trat zu dem ſchuldigen Paare.
Auch er war todtenbleich und ſein Antlitz trug den Ausdruck des Entſetzens. Aber ſeine trotzigen Augen bohrten ſich gleich zweiſchneidigen Dolchen in die Züge des Sekretärs und diejenigen der Gräfin.
„Fritz Brandt, erkennen Sie mich?“ rief er. —„Ich bin der arme Martin Helmers, Ihr ehemaliger Schreiber, der, durch Sie verleitet, ein Verbrecher ward! Ich bin mit dieſem Manne im Zuchthauſe geſeſſen, er iſt ein entſprungener Sträfling,“— fuhr er düſter fort, „Herr Kommiſſär, ja, thun Sie Ihre Schuldigkeit!“
Der ehemalige Sekretär des Grafen ſtieß ein dum⸗ pfes Geheul hervor, die Gräfin aber ſank mit einem Aufſchrei ohnmächtig zu Boden.


