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dieſer. Im Gegentheil, ihre Geiſtesgegenwart war mit der äußerſten Gefahr zurückgekehrt.
Bevor noch Karl den Mund öffnen konnte, ſeiner Stiefmutter die furchtbare Anklage in's Geſicht zu ſchleu⸗ dern, ſtürzte ſie auf den Polizeibeamten zu.
„Verhaften Sie dieſen Elenden!“ rief ſie im Tone der höchſten Erregung, indem ſie auf Karl deutete —„Er betrügt Sie, er hat Sie hierhergeführt, jeden Verdacht von ſich abzulenken, und erſt dann, als er ſicher ſein konnte, daß das Verbrechen hier geſchehen ſei! Herr Schwarz kommt ſoeben von der Stadt, er eilte ſogleich hierher, zu ſeinem armen Herrn, den er ſtets ſo liebte! Beim Eintreten in den Pavillon huſchte ein Mann an ihm vorüber und verſchwand im Parke. Laſſen Sie den Park durchſtöbern, Herr Kommiſſär, auf der Stelle, vielleicht findet man den Mörder meines unglück⸗ lichen, heißgeliebten Gatten, den Helfershelfer eines un⸗ natürlichen Sohnes!
Der Beamte blickte die Gräfin überraſcht an.
„Schlange!“ ſtöhnte Karl außer ſich, im Moment keines andern Wortes fähig
„Herr Kommiſſär,“ keuchte die Gräfin,—„thun Sie Ihre Schuldigkeit, verhaften Sie den Grafen Karl Hohenfeld, dem Sie hierher gefolgt ſind. O mein Gott, fiebernd war ich im erſten Stocke hier auf mein Lager hingeſtreckt, da ſtürzte Herr Schwarz die Treppe 15
Adolf Schirmer. Ein Familiendämen. II.


