Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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Nichts Ungewöhnliches war dort zu ſehen, keine Zuſammenrottung von Menſchen an der Thür, am Git⸗ ter oder im Parke.

Es muß längſt geſchehen ſein! ſagte ſich Schwarz Alles iſt abgethan, ganz ſicher! Man hat den jun⸗ gen Grafen arretirt und fortgeführt, vermuthlich im Pavillon einen Wächter bei der Leiche gelaſſen, und ſie ſie wird in der Villa in ihrem Boudoir ſein, und ſich den Schein geben, als ſei ſie vor Schreck und Schmerz noch ſtärker erkrankt!

Nun ſich Schwarz ſo nahe dem Schauplatze des Verbrechens befand, von dem er überzeugt war und auch ſein konnte, daß es vielleicht ſchon vor einer Stunde vollführt ſei, nun fühlte er ſich ſeltſamer Weiſe zuver⸗ ſichtlicher als zuvor.

Am gefahrloſeſten würde es für ihn geweſen ſein, wenn er ſogleich beim Gitterthore, in deſſen Nähe er jetzt ſtand, angeläutet hätte und wie gewöhnlich einge⸗ treten wäre. Aber nun trieb ihn plötzlich jenes unerklär⸗ liche Etwas, das auch den ſchlaueſten Verbrecher häufig zwingt, das Gegentheil von dem zu thun, was er ſich bei ruhiger Ueberlegung vorgenommen.

Haſtig ſchoß er an dem Gitterthor vorüber, eilte die Chauſſee entlang, und tauchte in die Nacht des Weges, der ſich hinter dem Parke hinzog.

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