Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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„Sie ſagen, alſo, Herr Doktor“ begann er— „daß nichts zu befürchten ſei?“

„Sie können ſich verſichert halten, Herr Leonhard!“ antwortete der Arzt.—„Ich muß aber darum bitten, daß meine Vorſchriften pünktlich befolgt werden.“

„Das können Sie ſich denken!“ verſetzte die Frau in theilnahmsvollem Eifer.

„Gut!“ ſagte der Arzt.—„Nach dieſem Schlum⸗ mer wird der junge Herr wohl mit völligem Bewußt⸗ ſein erwachen, denn er iſt jetzt ganz ruhig, die Eisum⸗ ſchläge haben ihre Wirkung gethan. Dann werden Sie natürlich auch von dem Herrn erfahren, wer er iſt, und ſeine Eltern oder Verwandte von dem Miggeſchicke, das ihn betroffen hat, benachrichtigen können.“

„Freilich, nur er kann es uns ſagen,“ bemerkte Leonhard—„denn wir haben weder ein Portefeuille, noch ſonſt etwas bei ihm gefunden, wodurch er legiti⸗ mirt wäre. Der Herr muß ſeine Brieftaſche während des Kampfes auf dem Felde verloren haben.“

„Und wennSie nun vwiſſen werden, wer dieſer junge Mann iſt,“ fuhr der Arzt fort,—„und Sie haben ſeine Verwandten benachrichtigt, ſo geſtatten Sie dieſen beileibe nicht, den Verwundeten fortzuführen, auch wenn er es noch ſo dringend wünſchen ſollte, verſtehen Sie mich? Er bedarf dringend durch einige Tage vollſtändiger Ruhe. Selbſt dienleichte Erſchütterung des bequemſten