Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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nicht unumwunden geſtehen, daß ihn das Intereſſe für die junge Dame eben ſo ſehr antreibe, dem Grafen einen Beſuch abzuſtatten, als dasjenige, welches er für den Bruder derſelben empfand.

Endlich war er mit ſeiner ſorgfältigen Toilette zu Ende. Er ſteckte jenes Empfehlungsſchreiben, das er heute zu benutzen Willens war, zu ſich, und ließ ſich durch einen der Lohndiener des Hotels nach dem Palais des Grafen Hohenfeld führen, da dieſes auf der Haupt⸗ ſtraße der Reſidenz und zwei Gaſſen von dem Gaſthofe entfernt lag.

„Der Herr Graf hat eine Villa am Ausgange des Stadtparkes,“ bemerkte der Lohndiener, während Bülow das Hotel verließ,„der Herr Baron werden die Herr⸗ ſchaften wohl nicht hier antreffen.“ 5

„Das thut nichts zur Sache,“ verſetzte Bülow,„ich erfahre wenigſtens vom Portier, um welche Zeit man draußen einen Beſuch abſtatten kann.“

Einige Minuten ſpäter ſchritt Bülow durch das rieſige Portal des eleganten, dem Grafen gehörigen Palais. Das Erſte, was er unter der Einfahrt erblickte,

war die Kaleſche, in der er geſtern die Damen im Parke

geſehen hatte. Bülow war überzeugt, ſich nicht zu täu⸗ ſchen, denn er erkannte auch die beiden Rappen vom Tage zuvor.