Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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„Nun, worüber ſinnen Sie nach?“ unterbrach Walter die heimlichen Reflexionen des jungen Mannes. Buülow fühlte, daß es indiskret von ihm ſein würde, wollte er dem neuen Freunde offen geſtehen, daß er mehr zu wiſſen glaube, als dieſer es für gut gefunden hatte, ihm zu vertrauen.

„Nun, ich will Ihnen ehrlich bekennen,“ antwor⸗

tete er nach kurzem Bedenken,„daß jenes reizende junge

Mädchen, die Tochter des Grafen Hohenfeld, meine Phantaſie lebhaft beſchäftigt. Mir ſchien es, als habe die junge Dame etwas Gedrücktes in ihrem Weſen. Ihre Stellung muß neben einer ſolchen Stiefmutter keine beneidenswerthe ſein!“

„Sie werden ſich alſo jedenfalls dem Grafen vor⸗ ſtellen?“

„Jedenfalls!“

„Lieber Baron, ich habe wohl nicht nöthig, Ihnen zu bemerken, daß ich Ihnen jene Mittheilungen über die gräfliche Familie nur unter der Vorausſetzung—“

„Ich verſtehe, mein Freund! Ich werde mich auch nicht der leiſeſten Indisceretion ſchuldig machen, ſeien Sie deſſen verſichert!“

„Kommen Sie,“ ſagte Walter, raſch vom Gegen⸗ ſtande der Unterhaltung abbrechend,„kommen Sie! Ich