Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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low, doch ſieben Jahre, was kann ein ſolcher Zeitraum nicht Alles aus dem Menſchen machen! Haben doch ſchon ſieben Stunden hingereicht, ſchwarze Locken in Silberſchnee zu verwandeln!

Oder rief dieſes glückſelige Treiben um ihn her, dieſer Glanz, dieſe Freude Erinnerungen in ihm wach — Erinnerungen, die———

Bülow war zu ſehr mit ſich und der anmuthigen Welt beſchäftigt, die ihn ſo verführeriſch umlächelte, als daß er die hin und wieder gedrückte Stimmung ſeines neuen Freundes, welche dieſer bald mehr, bald minder ſiegreich niederkämpfte, hätte bemerken können.

Plötzlich preßte er den Arm Walters und blieb ſtehen. Er blickte unverwandt auf eine elegante Equi⸗ page, in der zwei Damen und ein Knabe ſich befanden. Der Wagen konnte, wegen der Equipage vor ihm, im Momente nur langſam vorwärts.

Die ältere dieſer Damen, auf welche Bülow jetzt ſo lebhaft ſein Augenmerk richtete, war eine jener in⸗ tereſſanten Erſcheinungen, die mehr durch den geiſtigen Ausdruck, der ihnen eigen iſt, als durch Schönheit feſſelte.

Sie mochte etwa dreißig und einige Jahre alt ſein, ſie war zart, ſchmächtig, ihr Profil markirt, doch fein geſchnitten, und ihre großen braunen Augen contraſtirten