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„Freunde?“ antwortete er.„Wer hat viele Freunde? Als ich hier früher in ſehr angenehmen Verhältniſſen lebte, da hatte ich Bekannte genug,— wer hat ſie nicht mit zwanzig Jahren? Dieſe Gattung von Freunden ſuchte ich jetzt nicht auf— wer weiß, ob ſie mich auch erkennen würden— Zeit, Umſtände, und ein Vollbart, wie dieſer da, verändern ſehr!“
„Aber Ihnen ſind doch viele Perſone hier, manche Familien bekannt—“
„ ja!“
„Das wird Ihnen von großem Nutzen ſein!“
„Wohl möglich! Aber man muß ſich nur auf ſich ſelber verlaſſen! Ueberdies kann ich mit ziemlicher Ruhe meinen Weg verfolgen,— ich erwarb mir in Paris ein artiges Vermögen.“
„Das freut mich von Herzen, lieber Walter, und um ſo mehr, als Sie eine Zeit lang mit Nahrungs⸗ ſorgen zu kämpfen hatten, wie Sie mir vertrauten!“
Walter, der einen Blick zum Fenſter hinausge⸗ worfen hatte, trat jetzt zu dem jungen Freunde und drückte ihm die Hand.
„Ich danke Ihnen für Ihre Theilnahme,“ ſagte er mit wehmüthigem Auflug,„und Sie müſſen längſt bemerkt haben, daß ich dieſelbe zu ſchätzen weiß,— ich— ich ſchließe mich in der That nur ſelten an,


