Der Herr, an den dieſe Aufforderung ergangen war, trat jetzt in den kleinen Salon und zog die Thür hinter ſich zu.
Mit der Anmuth und Sicherheit eines Mannes von Welt ſtellte der Eintretende ſeinen Hut zur Seite und drückte die Hand des jungen Kavaliers, der ſich ihm lächelnd näherte.
Er war, wie ſchon geſagt, ein ſchöner Mann, ſeine Geſtalt ſchlank, hochgewachſen und kräftig zugleich; ſeine regelmäßig geformten Züge hatten einen edlen Ausdruck, deſſen Stolz einigermaßen durch eine gewiſſe Schwer⸗ muth gemildert ward, die dem Antlitze aufgeprägt war und aus den großen blauen Augen leuchtete. Der blonde, kurzgehaltene Vollbart ſtand dem etwas blaſſen Manne gut, ſein ſpärliches, blondes Haupthaar um⸗ rahmte eine hohe Stirn, welche Intelligenz verhieß.
Nachdem beide Herren einander begrüßt hatten, trat der Jüngere an einen Tiſch, auf dem eine offene, reich ciſelirte Caſſette ſtand. Dieſe war mit Cigarren angefüllt.
Der junge Mann wies mit leichter Handbewegung darauf hin.
„Nehmen Sie ſich doch eine Cigarre!“ ſagte er.
„Ich danke Ihnen!“ verſetzte der Angeredete,„Sie wiſſen ja, daß ich niemals rauche!“


