Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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Glocke hängen, und ebenſo wenig will ich Dich un⸗ nöthig martern. Du wirſt ohnehin genug zu thun haben, mit Dir ſelber fertig zu werden! Gut, morgen er⸗ kläre ich meinem Schwager, dem Grafen, daß mich— verſtehſt Du?— mich— der Anblick dieſes Ver⸗ brecherbildes unangenehm berühre, und bitte ihn, es für die Dauer meiner Anweſenheit im Schloſſe irgendwohin zu ſtecken, wo es mir nicht zu Geſicht kommen kann. Biſt Du nun zufrieden, Menſch?“

Des Rieſen Miene verklärte ſich, aber doch nicht vollſtändig. Es blieb in ſeinen häßlichen Zügen noch immer ein Theil Sorge hängen.

„Der Herr Baron nehmen mir eine große Laſt vom Herzen!“ murmelte er.

„So lege Dich jetzt ins Bett und ſchnarche Dein Entzücken nicht gar zu laut aus, hörſt Du? Gute Nacht!“

„Gute Nacht, Herr Baron!“ brummte Martin, aber er rührte ſich dabei nicht vom Fleck, ſondern er ſtand, in ſeiner ganzen Länge aufgerichtet, regungslos da.

Aber jeder Muskel ſeines Geſichtes zuckte in eigen⸗ thümlicher Weiſe. Der breite Mund öffnete und ſchloß ſich verſchiedene Male. Martin nahm jedenfalls vergeb⸗ liche Anläufe, ſeinem Herrn noch etwas zu ſagen.