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Räuberausſehen kein Anderer als der, den in dieſem Augen⸗ blicke der junge Graf ſuchte.
Jetzt fuhr ſich der Vagabund, der ohne Kopfbe⸗ deckung war, durch das kurze Haar, ſtrich ſich den ſchwarzen Vollbart nieder und grinſte Charlotte an, den ſtechenden Blick womöglich noch ſchärfer auf ſie richtend. Er legte ſeine Hand auf einen Arm der Erzieherin, die bei der Berührung leicht zuſammenfuhr, im Uebrigen aber vor Schreck keiner Bewegung ſonſt fähig zu ſein ſchien.
„Ei der Teufel, das iſt ein unerwartetes Wieder⸗ ſehen, Thereſe!“ begann der Mann.„Das grenzt ſchon an ein Wunder!“
„Du biſt es, Fritz!“ lallte die Angeredete, deren Miene jetzt nicht mehr Entſetzen, ſondern eine peinliche Ueberraſchung ausdrückte.
„Wer ſollte ich denn ſonſt ſein?“ antwortete der Vagabund, leiſe auflachend.—„Ich habe Dich ſchon vorhin in dem unterirdiſchen Gange erkannt, als ich Deinem Kavalier über die Achſel ſchaute— wäre ich denn ſonſt vor ihm davongelaufen? Aber wahrhaftig, mein Schatz, Du empfängſt mich ziemlich ſonderbar! Eine Frau, die ihren Mann durch ſechs Jahre nicht geſehen hat, fällt ihm um den Hals, und ſieht ihn nicht an, wie man auf ein Schreckgeſpenſt blickt. Bei


