Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

22

Und nun die erſte Beſtürzung, in der Alles den Kopf verloren hatte, vorüber war, nun das Durcheinan⸗ der des wilden Geſchreies ſich abſchwächte, da entſchloß man ſich, den Ort des Schreckens zu verlaſſen. Einige ſtürmten in den Nebel hinein, den Damm entlang, nach der Hauptſtation, Andere ſchleppten herbei, was zu Trag⸗ bahren verwendet werden konnte.

Und endlich ſetzte ſich ein langer Zug nach der Hauptſtation Bardenfeld in Bewegung.

Es war ein trübſeliger Marſch über die Felder, längs des Eiſenbahndammes dahin. Man trug Ver⸗ wundete wie Todte, man ſchleppte das, was man von ſeinen Habſeligkeiten noch hatte ausfindig machen können; die Leidenden ſtöhnten, ihre Angehörigen wehklagten. Mancher wanderte troſtlos der Bahre nach, auf der ſein Liebſtes zerſchmettert und in ewigem Schlafe aus⸗ geſtreckt lag.

Dem jungen Grafen war es nicht gelungen, das Mädchen, deren er ſich angenommen, aus ihrer Ohnmacht wachzurufen. Jetzt ging er an der Seite ſeines Vaters in der Nähe einiger Männer, welche es bereitwillig übernommen hatten, die Beſinnungsloſe zu tragen.

Der alte Graf ſchritt verdüſtert einher. Er war lange ſchweigſam, wie ſein Sohn, der ernſt vor ſich hin