Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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Der Leſer wird es errathen, Frau von Heuber hatte etwa vor einer Stunde, nachdem die Gleißnerin aus der Frühmeſſe nach Hauſe zurückgekehrt, ohne Wei⸗ teres in ihrer derben Weiſe Mamſell Liſette mit Schimpf und Schande und in Gegenwart Aller zur Thür hinaus⸗ gejagt und ihr befohlen, ihre Effekten noch am lorcher Tage abholen zu laſſen.

Mamſell Liſette war davongeſchlichen, ebenfalls in ihrer Weiſe, nämlich die Hände gefaltet, die Haltung demüthig, den Blick als Dulderin gegen den Himmel gerichtet.

Fand ſie doch einen Troſt darin, daß ihr Erſpartes längſte von ihr gut angelegt worden!

Frau von Heuber lächelte auf ihre Umgebung.

So iſt denn Alles wieder in Ordnung mit uns, Gott ſei Dank! fagte ſie in ihrer kurz angebundenen Art zu reden.Da muß ich denn wohl auch dazu thun, was ſich gehört. Thereſe, nächſten Sonntag alſo ſindet hier draußen Deine Trauing mit Ferval ſtatt, hinterher iſt die Taufe Eueres Kleinen es wird, weiß Gott, einmal Zeit damit! und iſt die ganze Geſchichte abgemacht, dann lege ich noch an demſelben Tage mein Teſtament in Euere Hände! Lieber Weid⸗ ner, ich hoffe, Sie ſtehen mir bei, daß ich damit zu rech⸗ ter Zeit Wort halten kann.

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