Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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im Morgenglanze den vollen, üppigen Farbenſchmelz einer reichen Vegetation entfalteten.

Ueber die Wieſen und Felder hin zog der Klang der Dorfglocken, in den Jubel der trillernden Vögel und aufjauchzenden Menſchen hinein.

Auf allen Angeſichtern, ſelbſt den an Wochentagen ſorgenvollen, lag Frohſinn.

Auch in der Neuwaldegger Villa herrſchte in einem kleinen Kreiſe, der ſich dort in früher Stunde ſchon bei⸗ ſammen gefunden hatte, ungetrübte Freude. Der Son⸗ nenglanz des herrlichen Morgens hatte dieſe Freude nicht in den Herzen der dort Verſammelten wach gerufen, wohl aber ließ er die Angeſichter der fröhlichen Gruppe, die ſich im Garten zu gemeinſchaftlichem Frühſtück ver⸗ einigt hatte, verklärter und glückſeliger noch erſcheinen, als ſie ohnehin ſchon waren. Die Freude aber, welche dieſe Menſchen einander anlächeln ließ, hatte einen tiefe⸗ ren Urſprung man feierte ein Feſt der Verſöhnung.

Inmitten des Kreiſes ſaß Fran von Heuber, die rüſtige Greiſin. Sie thronte in achtunggebietender Hal⸗ tung dort, aber ihre fleiſchigen, männlichen Züge waren nicht ſtrenge und ſtarr, wie gewöhnlich, ſondern hatten einen Anflug herzlicher Milde, ihr Blick ſchweifte ſogar von Zeit zu Zeit voller Zärtlichkeit zu Thereſen hinüber, die, wenige Schritte von ihr entfernt, ſich mit glückſeligem

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Fabrikanteu und Arbeiter. III.

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