Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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mich zu betrügen?— Todt iſt der Schelm— ſiehſt Du nicht das Blut an meinen Händen, Mann? Sie muß⸗ ten ſterben— und das muß ich auch— ſonſt— hörſt Du, laß mich los— ſonſt iſt er drüben allein bei ihr, und ich kann nicht zwiſchen ſie treten!“—

Der Wahnſinnige riß ſich los und zuckte das Brot⸗ meſſer gegen ſeine Bruſt.

Landsberger aber packte die Hand, welche das Meſſer hielt, von Neuem. Der muskulöſe Alte war ſtär⸗ ker als der Unglückliche, er hatte im Nu das Meſſer und ſchleuderte es weit von ſich.

Mit dumpfen Geheul warf ſich Anton auf den Vater ſeiner erdroſſelten Geliebten, den er jetzt nicht mehr zu kennen ſchien. Sie rangen mit einander.

Es war ein heißer Kampf. Der Tiſch war umge⸗ ſtürzt und ſchlug ſammt Allem was darauf ſtand, kra⸗ chend zu Boden.

Die Kinder ſchrien, Frau Nettel jammerte und rief um Hülfe.

Eine Minute noch und Anton lag überwältigt am Boden. Landsberger hielt den Armen, dem der Schaum vor dem Munde ſtand und der mit den Füßen um ſich ſchlug, kräftig nieder.

„Einen Wäſchſtrick her, Weib!“ keuchte Landsber⸗ ger.„Ich muß ihn binden!“