Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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geflößt. Und als nun endlich am Sonnabend in der letzten Hälfte des Nachmittags die Equipage Weidner's an der Villa erſchienen war, da hatte ſie muthig im Be⸗ wußtſein ihrer Schuldloſigkeit und zugleich kräftiger als ſie ſich ſeit Wochen fühlte, ſammt ihrem Kinde das Haus der Tante verlaſſen. Sie hätte gern noch bevor der alten Dame ihren Dank dafür abgeſtattet, daß ſie ſo lange geduldet worden, aber Frau von Heuber war trotz ihrer milderen Stimmung gegen Thereſe, in ihrer Kon⸗ ſequenz ſo weit gegangen, ſich verleugnen zu laſſen.

Mamſell Liſette hatte ſogleich nach ihrer Rückkunft aus der Stadt den Beſuch Weidner's erfahren, da ſie aber ſah, daß ihre Herrin ſich nicht herbeiließ, die Nichte in ihrer Kammer aufzuſuchen, ſo hielt ſie es nicht der Mühe werth, Stahl von Weidner's Erſcheinen eigens in Kenntniß zu ſetzen. Erſt als die Equipage des Fabri⸗ kanten erſchien und Thereſe abholte, da ward die alte Heuchlerin ſtutzig und ſie beſchloß, am folgenden Tage, da es für den Sonnabend zu ſpät war, Stahl ſogleich auf den befremdenden Umſtand aufmerkſam zu machen. Sie war ohnehin überzeugt, der Seidenfabrikant werde ſich am Sonntage mit ſeiner Familie bei der„Frau Tante“ einſtellen.

Zu jener Zeit, als ſich in der Wohnung der Gräfin jener furchtbare Auftritt ereignete, der im vorigen Ka⸗