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einer Mutter die heimlichen Wege einer Tochter nicht gleichgültig—“
„Aha, darum handelt ſich's hier?“ unterbrach ſie Weidner trocken, indem er näher trat.—„Guten Tag, Frau von Stahl!“
„Liebſter Weidner, ich bin entzückt—!“ begann die dicke Dame.
„Laſſen wir das Entzücken einen Augenblick beiſeite, wenn Sie erlauben,“ ſchnitt Weidner die Rede der Frau Stahl ab.—„Ich glaube kaum, daß die gute Pauline ſich heimlicher Wege, wenn von ſolchen überhaupt bei ihr die Rede ſein kann, mehr zu ſchämen hätte, als manche Dame ihrer öffentlichen, mag ſie ſich auch mehr dünken, als das liebe Kind dort! Aber was ſehe ich, Frau,“— fuhr er lächelnd zu ſeiner Gattin fort,—„haſt denn Du ſo ausgezeichneten Gäſten, wie die Frau von Stahl und das Fräulein Ottilie, nicht das Sitzen angetragen?“
Ottilie blickte auf Weidner, indem ſie leicht die Stirne runzelte,— denn ſie begriff wohl, daß der Fabri⸗ kant nur ſpotte. Nicht ſo die beſchränktere Frau Stahl.
„Wir danken, mon cher,“ antwortete ſie, nach ihren Begriffen herablaſſend und zeremoniell wie eine Fürſtin, zugleich die Frau Weidner voll Genugthuung anblinzelnd,„wir ſind nur ſo flüchtig, im Vorbeigehen, hier, nach der Pauline zu ſchauen!“


