Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Wie? rief ſie in heftiger ErregungCharles klagt mich an? Und weſſen? O mein Gott, fuhr ſie fort, vor ſich hinſtarrendes muß etwas Entſetzliches ſein, daß er, der zartfühlende Mann, eines Dritten be⸗ durfte, ſeine Anklage vor mich zu bringen!

Die junge Frau ſtarrte noch einige Sekunden lang lautlos vor ſich hin, während ihr Buſen ſich heftig hob und ſenkte.

Fragen Sie! hauchte ſie dann kaum hörbar, und blickte Stahl in namenloſer Erregung an.

Sie waren neunzehn Jahre alt, als Sie Wien verließen, um nach Belgien zu gehen! hub Stahl an. Als junges Mädchen kamen Sie bisweilen zu uns in's Haus, Thereſe, wie Sie ſich erinnern werden, ſelten freilich, doch hinreichend, daß meine Frau und ich von Ihnen die Ueberzeugung gewinnen konnten, Sie ſeien ein ſittliches, rechtſchaffenes Mädchen. Und doch

Und doch? murmelte Thereſe und richtete den aufflammenden Blick feſt auf Stahl.

Ein junges, hübſches Mädchen, fuhr dieſer fort, iſt um ſo leichter verführt, je argloſer und unſchuldiger ſie in das egoiſtiſche Treiben der Welt tritt. Machten Sie damals vielleicht die Bekanntſchaft eines Mannes, Thereſe, der ſich in Ihr kindlich unbeſangenes Herz zu ſtehlen wußte, der den ſchönen Traum einer erſten Liebe

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