Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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habe, daß ſie meine Verachtung verdient, und dennoch dennoch liebe ich ſie ich werde namenlos elend ſein!

Muth, armer Freund, Muth! Und bis Sie nicht Gewißheit haben, hoffen Sie! verſetzte Stahl.

Aber ich will Wahrheit. Stahl, hören Sie? Wahrheit! rief Ferval in ſieberhafter Aufregung.

Laſſen Sie mir den Brief da, ſagte der Argliſtige, daß ich ihn ihr vorhalte, ſobald es nöthig ſein dürfte.

Nein, nein! antwortete der junge Mann haſtig. Wenn ſie Ihnen gegenüber Alles läugnet, ſo trete ich ſelber mit dem Brief vor ſie hin! Ich ſelber will ſie ins Auge faſſen, wenn ſie den erſten Blick auf dieſe Zeilen wirft, und ſie müßte ein Teufel in Menſchenge⸗ ſtalt ſein, wenn ſie ſich mir nicht verrathen ſollte, iſt ſie ſchuldig!

Ferval hatte kaum ausgeſprochen, als beide Män⸗ ner ein Geräuſch vor der Wohnung vernahmen.

Mit verſtörtem Blick ſetzte der junge Mann haſtig den Hut auf.

Stahl trat in's Vorzimmer hinaus und blickte durch die Glasfenſter der Wohnungsthüre auf den hölzernen Gang, der ſich im Hofe an dem erſten Stock entlang zog.

Sie iſt es nicht! rief er Ferval zu.Zwei Arbeiter ſchleppen einen Kaſten zur Nachbarwohnung.