Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Weidner fuhr ſich mit der Hand über die Augen und dann lachte er.

Sein Blick fiel auf den Böhmen, ſein Antlitz wurde ernſt.

„Herr Stierling wird Ihnen am Sonnabend den Wochenlohn auszahlen, Beniſchek, und dann brauchen Sie nicht wieder zu kommen!“ ſagte er.⸗

„Gnädige Herr, alle bitt' ich Ihne!“ ſtammelte der Böhme beſtürzt.

„Ich kann keine Angeber brauchen!“ unterbrach ihn Weidner trocken—„Gott gebe nur, daß bald eine neue Zeit über unſer gutes Oeſterreich komme, in der 3 auch der Geringſte lerne, was Selbſtgefühl heißt. Wir können es brauchen! Gehen Sie!“

Beniſchek ſchnitt eine Grimaſſe und hinkte zur Thüre hinaus. Weidner aber wendete ſich zu Landsber⸗ ger und Anton. Er ſah, daß auch ſie durch den Auftritt von vorhin ergriffen waren.

„Nun?“ ſagte er mit der alten gelaſſenen Miene.

Anton hatte längſt den Blick erhoben. Durch den rührenden Auftritt, dem er ſoeben beigewohnt, war ſeine Angſt verſcheucht worden. Er ſchaute vertrauungsvoll auf ſeinen ehemaligen Brotgeber und trat näher an ihn heran. „Herr von Weidner,“ ſagte er mit weicher, unſi⸗