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ganz gewiß zu allerletzt eine meiner hübſchen Landsmän⸗ ninnen wählen, und vollends nicht Fräulein Ottilie, die trotz ihrer vermutlich großen Mitgift den zu Grunde richten muß, der ſie heirathet, denn ſie iſt verſchwenderiſch, putzſüchtig, kokett, ohne Sinn für Häuslichkeit, ſie iſt— eine Wienerin, damit iſt Alles geſagt!“
„Das iſt Deine Mutter auch!“ entgegnete Weid⸗ ner im ernſten, ſtrafendem Tone.
Franz erröthete und ergriff beſchämt und voll Liebe ſeiner Mutter Hand, die er an die Lippen drückte.
„Vergebung Mutter,“ ſtammelte er dann,„Sie ſind die beſte der Frauen! Und ich glaube wohl—“
„Ich glaube wohl,“ ergänzte Frau Weidner lä⸗ chelnd,„daß Deine Ausländer mit ihrem Spruche Haus⸗ narren ſind, die in ihrer Heimat gerade ſo leichtfertige Frauenzimmer haben werden als wir in Wien, nur mögen es jene verſteckter, lebenskluger anzuſtellen wiſſen, als unſere Wiener„Mädeln,“ die einmal ſelbſt da offen und natürlich ſind, wo es ihnen nicht gerade zur Ehre gereichen mag. Mit der Ottilie übrigens kannſt Du Recht haben, Franz!“ „Aber er macht ihr doch den Hof!“ warf Weid⸗ ner ein. 4
„Was ſoll ich es läugnen, daß mich das Mädchen intereſſirt?“ verſetzte der junge Mann lächelnd—
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