Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Der Mann, welcher alſo ſprach, war ein Fünfziger. Er hatte einen gedrungenen, kräftigen Körper, der zur Wohlbeleibtheit hinneigte. Seine vollen Wangen trugen die Farbe der Geſundheit, aus ſeinen kleinen, blauen Augen glänzte Freimuth, wie denn auch die ganze Hal⸗ tung des Mannes eine derbe und ungekünſtelte war. In ſeinen Zügen lagen Biederkeit und Wohlwollen, aber auch Charakterfeſtigkeit, und die hohe, vom ſpärlichen grauen Haar eingefaßte Stirn, ſowie die ſcharfgeſchnit⸗ tene Falte, welche die Mundwinkel herabzog, deuteten darauf, daß er ein Mann von eiſernem Entſchluß ſei. Sein Antlitz war nicht ohne intelligenten Ausdruck, und obwohl es mit ſeinen vollen Wangen etwas von dem Ausſehen desjenigen eines behäbigen, ſorgloſen Spieß⸗ bürgers hatte, ließ es doch errathen, daß der Mann einen harten Kampf gegen die Außenwelt zu beſtehen hatte, bevor er ſich in ſeiner Sphäre zur vollen Geltung ge⸗ bracht. Und daß dies letztere der Fall ſein mußte, ver⸗ kündete unzweideutig die ganze in ſchlichter Anſpruchs⸗ loſigkeit ſelbſtbewußte Haltung Weidners, dem man auf den erſten Blick den Mann der Arbeit, den beſonnenen, thatkräftigen Induſtriellen anſah.

Nachdem er noch einige Male ſinnend im Saale auf⸗ und abgegangen, blieb er plötzlich vor einem Oelge⸗ mälde ſtehen, das über einer Etagère hing. Das Bild