4 ½ druͤckte dieſe an die Bruſt und an die Lippen; da bot ſie ihm die Wange zum Kuſſe dar und Beide ſahen, ſtill verzuͤckt, den Farbenglanz, den Blumenſchmuck, die Liebeshuld des goͤtt⸗ lichſten Momentes, doch Paulinen, die gei⸗ ſterbleiche Zeugin, ſah'n Sie nicht. Dieſe war eben durch die geoͤffnete Thuͤr getreten und von dem Anblicke durchſchauert, nach kurzer Weile, verſtohlen zuruͤck gekehrt.
Pauline ſchlich in ihre Kammer und wein⸗ te hier, denn Rudolf, der Liebling ihres Her⸗ zens, hatte, nach dem was ſie eben geſehen und vernommen, Erhoͤrung gefunden und dieſe benahm ihr, fuͤr immer, den ſtillgenaͤhr⸗ ten Wahn, daß Molly nur fuͤr ein Weilchen hier aufgehoben worden ſey, um, nach Hoh⸗ lands erfolgter Scheidung, deſſen Gattin zu


