Teil eines Werkes 
3. Theil (1821)
Entstehung
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43 derte Rudolf: aber ruͤhrend und ruhmwuͤr⸗ dig. Was dieſe heilige Demuth dem Veil⸗ chen vergleicht, erkennen Maͤnner fuͤr Jeho⸗ vah⸗Blumen und jene ſchmeicheln nicht, wenn ſie die Reine edel, die Heilige engelhaft nen⸗ nen.— So neigen Sie ſich denn herab, um mir eine zaͤrtliche, vertrauende Schweſter zu werden; dieſe milde Beziehung verkuͤmmert Ihnen ja kein ſuͤßeres Verhaͤltniß der Zukunft und ich liebe Sie, Molly! rein und innig, fromm und ewig, wie ein geſundes Herz das Schoͤne und das Gute liebt.

Die himmelklaren Augen der Jungfrau erhoben ſich und ihre Wangen faͤrbte eine ſeli⸗ ge Wallung.— Ich liebe Sie auch, ſagte Molly: mein theuerer Vetter! ach, mein Bruder! und mit derſelben Waͤrme und In⸗ nigkeit. Wie gluͤcklich macht mich Gott durch dieſen Augenblick!

Rudolf faßte des Maͤdchens Hand; er