Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

154 den Boden; uͤberall die Faͤhrte des Raub⸗ thiers. Jetzt aber ſprang, unter dem Hand⸗ druck des Jaͤgers, eine Tapetenthuͤr auf und ich ſah in ein freundliches, heimliches Kaͤm⸗ merchen; der gute Genius der entflohenen Bewohnerin hatte das Heiligthum bewacht. Die ſeidene Decke des Bettchens, dem ſie entſchluͤpft war, lag am Boden; auf dem Nachttiſch, unter der Vaſe voll Roſen, ein offenes Gebetbuch. Schnell erheitert rief Markold aus—

Nun, das erfreut mich. Da ſieht man klar, wie lieb unſer Herr Gott das Fraͤulein

hat.

Wie billig! fiel ich ein: die Jungfrau'n ſind ja Spiegel des Allheiligen. Iſt das Fraͤulein des Hauſes Tochter?

Die Pflegetochter nur— oder die Ge⸗ ſellſchafterin vielmehr, denn unſere Frau