41 Schauſpiel aber eine Tugendſchule, die den Zwillingen mindeſtens ſo heilſam, als ein Kirchgang ſeyn werde. Dieſe wurden, ſchließ⸗ lich, wegen ihres Fleißes und ihrer Folgſam⸗ keit belobt und dann der eignen, ungeheuchel⸗ ten Zaͤrtlichkeit und Sehnſucht nach dem ver⸗ mißten Hausvater, freier Lauf gelaſſen.— Die Schreiberin athmete, als ſie das Werk vollendet hatte, mit erleichtertem Herzen auf; hr war wie der bekuͤmmerten Papiſtin, die nun gebeichtet hat und den Ablaß erwartet. Sie putzte jetzt die froͤhlichen Maͤdchen gutes Muthes heraus und freute ſich, das Feier⸗ kleid der Einen zu kurz, das der andern zu knapp zu finden, denn Beide waren ihnen, ſeit dem letzten hohen Feſt, entwachſen und der Vater konnte, unter dieſen Umſtaͤnden, nicht ſcheel ſehen, wenn ſie fuͤr neue Sorge trug. Ihr ſchwoll das Herz, als jetzt die verſchoͤnten, geſchmuͤckten Lieblinge ſie um⸗
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