30 los; auch kehrte, gleich darauf, die Schweſter zuruͤck und ſagte haſtig— zur Mutter, Noͤnnchen! Die Frau Geheime Raͤthin will Dich ſehn.
Noͤnnchen ordnete ſchnell ihre Locken und ging; es war ihr jetzt faſt angenehm, den Vetter verlaſſen zu muͤſſen, denn das Maͤd⸗ chen hatte ja, im Laufe weniger Minuten, drei uͤberraſchende, willkommene Erfahrun⸗ gen gemacht— Sie wußte nun, wie ein feuriger Maͤnnerkuß munde, wußte, was ſie dem ſchoͤnen Vetter galt und wie irrig ihre bisherige, geringe Meinung von ſich ſelbſt, geweſen war⸗
——
Jedem das Seine! ſprach die Hofraͤthin, als ſie mit den Toͤchtern wieder allein war: und dieſer Vetter macht uns Ehre. Er ſuchte, von Jugend auf, an Leib und Seele


