Amalie trat in ihres Gatten Zimmer. Sie trug das Wirthſchaftbuch unter dem Arme, einen ſchwarz geſiegelten Brief unter dem Halstuche und Thraͤnen im Auge, die der aufſehende Hofrath erblickte. Liebes Mal⸗ chen! ſprach er betroffen: was fehlt Dir?
Geld! fiel ſie truͤbſelig ein: ach, es reicht nirgends mehr; ich kann Dich laͤnger nicht verſchonen. Da iſt mein Buch; entſcheide ſelbſt, ob ich haushielt? Dazu das Leinen⸗
zeug! Man ſchaͤmt ſich vor der Welt und meine Toͤchter verſaͤumen, ſtickend und flickend, die edle Zeit.
Der Gatte ſchlug erroͤthend den Arm um ſie, er zwang ſich zu laͤcheln, und entgegnete mit halber Stimme— zulde und hoffe, Schilling 2te S. 11r Bd. 1


