Teil eines Werkes 
4. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil (1820)
Entstehung
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Intereſſes geworden; aber dieſe Art von Wich⸗ tigkeit genuͤgte ihr bei weitem noch nicht, und nach ihrer Erklaͤrung fuͤhlte ſie ſich unfaͤhig, die un⸗ ausſtehliche Laſt der Langenweile laͤnger zu tragen.

In verſchiedenen Faͤllen kann wohl das Be⸗ tragen manches Menſchen mit Gewißheit von denen vorhergeſagt werden, die mit ſeinen Lieb⸗ lings⸗Gewohnheiten bekannt ſind. Gewohnheit wirkt auf ſchwache Gemuͤther gleich einer Art mo⸗ raliſcher Praͤdeſtination, der zu entgehen ſie keine Macht haben. Ihre gewöͤhnlichen Redensarten druͤcken ſchon ihre Unfaͤhigkeit aus, gegen das widrige Geſchick kaͤmpfen zu koͤnnen, welches doch oft nur eigene Thorheit uͤber ſie herbeigefuͤhrt hat. Solche gewoͤhnliche Redensarten lauten dann: Was mich betrifft, kann ich es nun einmal nicht unterlaſſen, dies oder jenes zu thun, obgleich ich gar wohl weiß, daß es Unrecht iſt und mich zu Grunde richten wird; aber es iſt mir unmoͤglich zu widerſtehen. Was hilft mir da alles Raiſon⸗ niren; es iſt nun einmal meine Weiſe ſo, und ich muß mein Schickſal tragen.

So fuͤhlte auch Frau Germaine ſich eurß einen unwiderſtehlichen Trieb an den Kartentiſch gezogen, ungeachtet des heiligen Verſprechens,