gleich er ſeine Frau nicht lieben konnte, warf er ſich doch vor, ſie, ihrer Ausſage nach, zum un⸗ gluͤcklichſten Weibe gemacht zu haben.— Wil⸗ helm, der ſeinen Zuſtand gewahr wurde, fli⸗ ſterte ihm zu:„uͤberlaſſe ſie mir, und ich will es verſuchen, die Sachen in Ordnung zu bringen.“
Stillſchweigend ſchuͤttelte Karl ſein Haupt, und verließ das Zimmer. Endlich, nach gehoͤri⸗ gen Zwiſchenraͤumen, geruhete die Dame ſich zu erholen, weil doch ein ſolcher krampfhafter An⸗ fall nicht ewig dauern kann.— Langſam ließ ſie die matten Augen durchs Zimmer rollen, und rief alsdann aus:„er hat wohl gethan, mich zu verlaſſen! Ach, daß es auf ewig waͤre, oder daß ich ihn lieber nie erblickt haͤtte!— Aber darf ich fragen, warum Herr Wilhelm Darford hier iſt?— Meine Zofe haͤtte gerufen werden ſollen, mir Beiſtand zu leiſten.— Ja, mein Herr, wir haben noch ein dienendes Perſonal im Hauſe, und ſo tief gedemuͤthigt ich auch ſein mag, ſehe ich doch nicht ein, warum man mich ſo ernie⸗ drigt, nur kalte Zuſchauer bei meinen Familien⸗ Leiden und haͤuslichen Zwiſten um mich dulden zu muͤſſen.—


