Teil eines Werkes 
4. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil (1820)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

269

Doch will ich es noch vor dem naͤchſten Winter aufgeben, ich will es ſogleich bekannt machen, ich will von nun an ſparſamer leben.

In dieſem Augenblick wurden indeß ſeine ferneren okonomiſchen Plaͤne durch den ploͤtzlichen Eintritt der Frau Germaine unnterbrochen. Ihre vor Wuth funkelnden Augen kuͤndigten ſchon ihren Zorn an; mit dem ſtolzen Anſtande einer beleidigten Theater⸗Prinzeſſinn ſchritt ſie durch das Zimmer, ſetzte ſich auf's Sopha, und hub dann mit einer vor Aerger zitternden Stim⸗ me an:ich bin ihnen uͤberaus verbunden, Herr Germaine, fuͤr die unendlich verbindlichen Sa⸗ chen, die ſie von mir in dieſer Stunde geſpro⸗ chen haben. Ich habe alles gehoͤrt, und ſie ir⸗ ren ſich ſehr, wenn ſie glauben, mich bisher ge⸗ taͤuſcht zu haben;z dies iſt nie, iſt keinen Augen⸗ blick der Fall geweſen. Schon vor einem Jahre vermuthete ich, daß ſie ſich eine Maitreſſe hiel⸗ ten, und freue mich nur, die Wahrheit von ih⸗ ren eigenen Lippen beſtaͤtigt zu hoͤren. Aber ich verdiene alles Unheil, was uͤber mich einbricht; mir wiederfaͤhrt nur Gerechtigkeit! Armes, ſchwaches Weib, wer hieß dich eine ſolche Ver⸗