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zugedacht hatte, und bat ſie, dies nicht als eine Thoͤrinn von ſich zu ſtoßen.„Oder,“ ſetzte ſie hinzu,„erwartet ſie vielleicht von ihrem Bruder eine reiche Erbſchaft zu thun, ſonſt waͤre es doch wohl nicht moͤglich, daß ſie ſich ſo unklug betra⸗ gen koͤnnte.“—
Erſtaunt uͤber dieſe letztere Aeußerung ſtand Patty einige Augenblicke bewegungslos ſtille, und antwortete dann mit ſanftem, aber be⸗ ſtimmten Tone: 1
„Ich erwarte in dieſer Hinſicht nichts von meinem Bruder; er iſt eben ſo arm als ich, aber deshalb liebe ich ihn nicht weniger.“
Noch ehe Frau Crumpe den Sinn dieſer Rede voͤllig faſſen konnte, hatte Patty bereits das Zimmer verlaſſen. Wie verſteinert blieb die Alte einige Minuten in derſelben Stellung auf⸗ recht im Bette ſitzen, die Augen ſtarr auf die Thuͤr gerichtet, aus welcher das Maͤdchen ſich ent⸗ fernt hatte, ohne ſich von ihrem Erſtaunen erholen zu koͤnnen. Eine Menge peinlicher Gedanken druͤckten ihr Gemuͤth nieder.
„Wenn ich ſterbend und arm waͤre, wer wuͤrde dann zu mir kommen?“ ſagte ſie ſinnend.


