Teil eines Werkes 
4. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil (1820)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

„

49

„Ich, ich,“ rief der kleine Guſtav, indem er vom Arme des Faͤhndrichs ſprang;„ich kuͤm⸗ mere mich darum, und ich will lieber niemals eine Pauke ſehen, als daß Mama boͤſe auf ſie iſt.“

Vergebens verſuchte Sally ihn zuruͤckzu⸗ halten; der Knabe rannte die Stiegen hinunter, faßte Fanny's Hand, und ging im ſtolzen Be⸗ wußtſein eines Helden davon, deſſen Großmuth die aufkeimende Leidenſchaft uͤberwunden hat. Gu⸗ ſtav war in der That ein ſehr gutes Kind; nicht

ſobald befand er ſich in der Naͤhe der Mutter,

als er ihr die ganze Geſchichte des Abends erzaͤhl⸗ te. Frau Hungerford, entzuͤckt uͤber das Kind, glaubte es nicht beſſer belohnen zu koͤn⸗ nen, als wenn ſie ihre Zufriedenheit mit dem Maͤdchen bezeigte, an welchem der Knabe mit vol⸗ ler, kindlicher Liebe hing. Von dieſem Augen⸗ blicke an wurde Fanny auf eine ganz andere Weiſe im Hauſe behandelt; ſie war bei den Lehr⸗ ſtunden der Kinder gegenwaͤrtig, die ſonſt ſo ſtol⸗ ze Frau betrachtete ſie voͤllig wie eine Freundinn,

und verſprach ihr, ſobald ſie noch etwas mehr

durch den Unterricht, welcher den Kindern in ih⸗ E. II. 4