Teil eines Werkes 
4. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil (1820)
Entstehung
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9 3 reich iſt, Doch, lieber Sohn, muß ich dir noch einmal meine Herzensmeinung uͤber ſie ſagen. Sie, die ſchon manchen braven Mann geaͤfft hat, wird ſie es nicht eben ſo mit dir machen, ſobald ſich fuͤr ſie ein ihr vortheilhafter ſcheinender An⸗ trag findet?

Laßt es gut ſein, Vater, ich bin nicht in ſolcher Eile, und kann mir noch Zeit nehmen, ehe ich mich beſtimmt gegen ſie erklaͤre. Habt uͤbrigens Dank fuͤr eure Freundlichkeit, die ich nie vergeſſen werde..

Am Morgen nach dieſem Geſpraͤch kamen Jeſſy und Sally, um den beiden andern Schwe⸗ ſtern einen Beſuch abzuſtatten. Sie waren gerade voller Neuigkeiten, und es brannte ſie, dieſe wei⸗ ter zu tragen.

Um des Himmelswillen, rief Jeſſy gleich beim Eintritt,welch einen allerliebſten Traum ha⸗ be ich ungefaͤhr vor acht Tagen gehabt! Ein reicher, vornehmer Herr ſteckte mir einen fun⸗ kelnden Diamant an den Finger; und wer weiß, ob der Traum jetzt nicht eintrifft. Habt ihr denn die große Neuigkeit ſchon gehoͤrt?