Teil eines Werkes 
3. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 1. Theil (1820)
Entstehung
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wohlan denn, Saladin, ſo iſt Fatima die Eure.

Ich wagte es kaum, meinen Sinnen zu trauen, ebenſowenig vermochte ich meine Freude auszudruͤcken.Ja, Freund, fuhr der Kauf⸗ mann fort,ich habe deine Klugheit bis aufs Aeußerſte gepruͤft; ſie hat den Sieg davongetra⸗ gen, und ich gebe dir meine Tochter, in der voͤlligen Ueberzeugung, daß du ſie gluͤcklich machen wirſt. Wohl bot ſich mir eine hoͤhere Verbin⸗ dung fuͤr ſie dar; der Paſcha hat ſie von mir zum Weibe begehrt. Nach genauerer Nachfra⸗ ge aber erfahre ich, daß er ſich dem unmaͤßigen Gebrauche des Opiums hingiebt, und meine Toch⸗ ter ſoll nie einem Manne angehoͤren, der in der einen Haͤlfte des Tages berauſcht, und in der andern Haͤlfte abgeſpannt an Seel und Leib iſt. Ich brauche des Paſcha's Zorn nicht zu fuͤrchten, weil ich einen maͤchtigen Freund am Groß⸗Ve⸗ zier beſitze, der ihn ſchon noͤthigen wird der Ver⸗ nunft Gehoͤr zu geben, und ſich der abſchlaͤgigen Antwort zu unterwerfen, die er nur zu ſehr ver⸗ dient. Und nun, Saladin, haſt du noch Einwuͤr⸗ fe, beim Tulpenfeſt gegenwaͤrtig zu ſein?

Ich konnte nur durch eine herzliche Umar⸗