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eignen Haͤuſern vorzubeugen. Nie waren Feuers⸗ bruͤnſte ſo haͤufig in der Stadt, als in dieſem Zeitraume; faſt keine Nacht verging, daß man nicht durch einen aͤhnlichen Laͤrm erweckt wurde.
„Die Noth bei dieſen oͤfteren Feuersbruͤnſten wurde noch durch ſchlechte Menſchen vermehrt, welche ſich in der allgemeinen Verwirrung her⸗ beidraͤngten, um zu rauben; man hatte ſogar die deutlichſten Merkmale, daß das Feuer an verſchie⸗ denen Orten, und gerade da, wo ſich die mei⸗ ſten Guͤter der reichſten Kaufleute befanden, an⸗ gelegt worden ſei, und doch beruhigte man ſich mit dem Ausſpruché: es iſt der Wille des Pro⸗ pheten, und vernachlaͤſſigte alle nothwendige Vor⸗ ſicht. Ich hingegen, der Lehre eingedenk, die mir der wohlwollende Fremde ertheilt hatte, raͤumte ebenſowenig ſolcher aberglaͤnbiſchen Mei⸗ nung Gewalt uͤber mich ein, als ich auf mein blindes Gluͤck trotzte, und wandte daher alle nur moͤgliche Vorſicht an. Von meinem Franzoſen gleichfalls unterrichtet, daß naſſer Kalk das ſi⸗ cherſte Mittel ſei, um den Flammen Einhalt zu thun, hielt ich immer in einem Nebengebaͤude eine Menge Moͤrtel bereit, den ich jeden Augen⸗ blick gebrauchen konnte. In meinem eigenen Hauſe


