bald in der Bluͤthe der Jugend hinweggerafft haͤtte; folge meinem Rathe, und traue in Zukunft der Klugheit mehr als dem Gluͤcke. Laß die Menge dich immer den Gluͤcklichen nennen; aber nenne dich ſelbſt lieber den Klugen.“
„Dieſe Worte ließen einen unausloͤſchlichen Eindruck in mir zuruͤck, und gaben meinein gan⸗ zen Weſen eine andere Richtung. Murad hat euch ohne Zweifel geſagt, wie wir ſo oft uͤber die Praͤdeſtination im Streite waren; nie aber konnte einer den andern zu ſeiner Meinung hin⸗ uͤberziehen, und jeder von uns hat waͤhrend ſeines Lebens nach ſeinem beſondern Glauben gehandelt. Auf dieſen Glauben gruͤndet ſich auch wohl mein Gluͤck und ſein Ungluͤck.
„Mein erſter Schritt zum Gluͤcke begann, wie ihr wahrſcheinlich von Murad gehoͤrt habt, durch die Bereitung der Scharlachfarbe, die ich mit unglaublichen Schwierigkeiten zu einiger Voll⸗ kommenheit brachte. Das Pulver war freilich wohl in den chineſiſchen Vaſen vorhanden, darin moͤchte es aber vermuthlich noch bis zu dieſem Au⸗ genblicke unbenutzt ſtecken, haͤtte ich nicht Mittel gefunden, es auf eine nuͤtzliche Weiſe anzuwenden. Ich gebe zu, daß wir zum Theil Begebenheiten


