Teil eines Werkes 
3. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 1. Theil (1820)
Entstehung
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nach. Ich fuͤhlte den Abendwind ſich erheben, und unbeſorgt, ob ich dadurch aufgehalten wuͤrde oder nicht, oͤffnete ich freudig mein Gewand, um mich durch ihn abkuͤhlen zu laſſen, und ruhete, nun nach Erquickung lechzend. Wie groß aber war mein Schrecken, als ich ſah, wie dieſer Wind die einzigen Spuren meines Weges kreiſelnd ver⸗ loͤſchte. Jetzt wußte ich nicht, wohin ich meine Schritte richten ſollte; Verzweiflung ergriff mich, ich zerriß meine Kleider, warf meinen Turban vom Haupte, und ſchrie laut; aber weder eine menſchliche Stimme, oder auch nur ein Echo be⸗ antwortete meine Klagen.— Die Stille war fuͤrchterlich! Seit mehreren Stunden gaͤnzlich oh⸗ ne irgend eine Nahrung, fuͤhlte ich mich voͤllig erſchoͤpft; da erinnerte ich mich, etwas Opium in die Falten meines Turbans verborgen zu haben; aber ach!— als ich dieſen wieder von der Erde aufnahm, befand ſich nichts mehr darin.— Verge⸗ bens ſuchte ich es im Sande, wohin ich den Tur⸗ ban geſchleudert hatte.

„Ich legte mich nun der Laͤnge lang nieder, meiner Aufloͤfung harrend; was ich von Hunger, Durſt und Hitze litt, vermag ich nicht zu beſchrei⸗