2 du es nicht von einem Ende bis zum andern weißt, bekommſt du keinen Pfennig Taſchengeld von mir.“
Der Beweggrund war triftig, und mit vie⸗ ler Muͤhe, unzaͤhligen Wiederholungen und man⸗ chen Fluͤchen, praͤgte ſich endlich das ungleichar⸗ tige Metrum dieſer zuſammengezogenen Stellen meinem Gedaͤchtniſſe ſo treu ein, daß ich ſie zum Theil neeh auswendig weiß.— Aber ungeach⸗ tet dieſer poetiſchen Moral, die ich fuͤr Geld, und mancher andern, die ich ſpaͤter umſonſt in mein Gedaͤchtniß einnahm, wurde es doch nicht anders mit mir; was mir fehlte war nicht allein Ueber⸗ zeugung meines Fehlers, ſondern der feſte Ent⸗ ſchluß mich zu beſſern.
Augenblicklich aber ſchien es, als ſolle die lange Epiſtel doch nicht fuͤr mich verloren ſein, da ich mich nahe daran fand durch ſie jaͤhrlich um 400 Pfund reicher zu werden. Das ge⸗ zwungene Auswendiglernen von Stellen, die mir dem Inhalte nach ſchon nicht gefielen, hatte mir einen entſchiedenen Widerwillen gegen Noung's
Nachtgedanken eingefloͤßt; ich fing an die Stellen ſcharf zu critiſiren, die ſich meinem Ge⸗


