Teil eines Werkes 
2. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil, Kleine Romane und Erzählungen (1819)
Entstehung
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„Und hat ſie dies nicht verdient?“ rief er, da er zugleich auch ihre Bitte erfahren hatte, dem Oheim die ganze Sache zu verſchweigen.„Folgt nicht ein Trug dem andern? Jetzt wuͤnſcht ſie Verheimlichung, und ſie ſelbſt muͤſſen mir doch geſtehen, daß der letzte Streich bei weitem noch aͤrger war als die fruͤheren, und die ſchlimmſten Folgen haͤtte nach ſich ziehen koͤnnen.“—

„Das fuͤhlt ſie ſelbſt, und wenn etwas im Stande iſt, ſie von ihrem Fehler zu heilen, ſo ſind es die Qualen, die ſie in der letzten Nacht gusgeſtanden hat.“—

„Wenn etwas im Stande iſt!— Ach Cla⸗ ra, auch ſie muͤſſen dies wenn hinzuſetzen.— Doch ſehe ich nur zu deutlich, ich muß die Ket⸗ ten tragen, welche ich ſelbſt mir geſchmiedet ha⸗ be, und will dann wenigſtens ſuchen, ſie mit An⸗ ſtand zu tragen!“—

Spaͤt am Abende kam Eleonore endlich herunter, gehuͤllt in ein zierlich gewaͤhltes Nacht⸗ kleid. Die feine Spitzenhaube, welche die roth⸗ geweinten Augen verbergen ſollte, kleidete ihr, zu dem niedergeſchlagenen Blick, aus dem Scham und Verwirrung ſprachen, ſo allerliebſt, daß Da⸗