Teil eines Werkes 
2. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil, Kleine Romane und Erzählungen (1819)
Entstehung
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Auch im Innern ſeines Zimmers fand Da⸗ venant die Ruhe nicht, deren er nach ſo man⸗ chen erſchuͤtternden Auftritten bedurfte. Der Ge⸗ danke an Eleonorens Doppelzuͤngigkeit ver⸗ folgte ihn unaufhoͤrlich.—„Wie kann ich es hoffen, mit einer Frau gluͤcklich zu werden, auf deren Wort man ſo wenig bauen kann?“— ſagte er ſich wiederholt.— Endlich ſchob er dieſe Ausſicht mit Gewalt von ſich, und entwarf Plaͤne, wie er zu Fieldings Gluͤcke beitragen koͤnne, den er noch, ehe er ſich einige Stunden aufs Bett warf, durch ein Billet aufforderte, mit ihm am fotlgenden Tage in einem beſtimmten Kaffeehauſe, zu Mittage zu eſſen.

Als er endlich aus einem dumpfen Schlum⸗ mer erwachte, fand er es doch nothwendig, im Hauſe des Oheims vorzuſprechen; indeß fuͤrchtete er Eleonorens Anblick.— Gluͤcklicher Weiſe aber hatte auch ſie eine Unpaͤßlichkeit vorgeſchuͤtzt, und war noch nicht ſichtbar.— Er fuͤhlte ſich erleichtert, als Clara ihn verſicherte, ſie litte mehe geiſtig als koͤrperlich, und fuͤrchte wahr⸗ ſcheinlich auch ſeinem Auge zu begegnen, das viel⸗ leicht nicht vorwurfsfrei auf ihr weilen werde.

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