38 der, den man ſchon als den beguͤnſtigten Liebha⸗ ber betrachtet hatte, heirathete ein anderes Mäͤd⸗ chen. Auch nach ſeiner Ruͤckkehr erzaͤhlte man ihm: ſie ſey aus alter Neigung fuͤr einen andern Mann ſo lange ledig geblieben, und dieſer ſuche ſich nun zu uͤberwinden ſie jetzt zu heirathen.— Schon dieſer Ausdruck war dem General wi⸗ derwaͤrtig, ja unausſtehlich;— als ob fuͤr irgend einen Mann Ueberwindung dazu gehoͤren koͤnne, ein Maͤdchen wie Marianne zu heirathen! Sein Blut kochte, und er fuͤhlte, es wuͤrde ihm ſchwer ſeyn, den Mann, der ſo daͤchte, nicht zu beleidigen, wenn er ihn je in Geſellſchaft treſſen ſollte.— 889 Die Einladungen, welche man dem General ſandte, und die Aufmerkſamkeiten, welche man ihm erzeigte, nahmen noch immer kein Ende.— Ein Gutsbeſitzer, in deſſem Hauſe ſich um dieſe Jah⸗ reszeit alles verſammelte, was nur zur ſchoͤnen Welt gerechnet werden konnte, und der uͤberdies unverheirathete Toͤchter hatte, bat ihn unter an⸗ dern, einige Wochen auf ſeinem Landſitze zuzu⸗ bringen. Von mehreren Seiten waren ihm die Toͤchter, die durch die Leitung einer vortrefflichen
Teil eines Werkes
2. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil, Kleine Romane und Erzählungen (1819)
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